Dr. Strangelove

Anmeldungsdatum: 02.08.2005 Beiträge: 1806
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Verfasst am: 15 März 2014 23:27 Titel: The Grand Budapest Hotel |
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Am Ende steht: Inspiriert von Stefan Zweig. Und in der Tat: der Film ist ganz und gar europäisch, wie Zweigs Buch DIE WELT VON GESTERN, bevor er sich 1942 durch Selbstmord von selbiger entfernte. Komplex und liebevoll ausgestattet bis ins kleinste Detail, schwelgend im Rückblick auf eine vergangene Zeit. Die Filme von Max Ophüls kamen mir in den Sinn. Ganz starkes Schauspiel mit unzähligen Stars. Ein Film so süß und beglückend wie eine Großpackung dieser zuckrigen Meindl-Kosakenzipfel. Manchmal fast schon zuviel des Guten. Im BUDAPEST HOTEL hat der Regisseur sich diesmal so richtig ausgetobt, das Puppenhaus voll ausgereizt. Auch wenn ich mich glänzend unterhalten habe (wieder ein wunderbarer Soundtrack von Alexandre Desplat), bevorzuge ich lieber die 'kalorienärmeren' Andersons à la MOONRISE KINGDOM. Hier waren mir eindeutig "Zuviele Noten", wie einst Joseph II. über Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO sagte. Aber trotzdem: ein sehr sehenswerter Eintrag in das Oeuvre von Wes Anderson, bei dem ich nicht weiß, wie er diesen Film an Aufwand noch übertreffen will.
7/10 _________________ "Un artiste est toujours jeune" Jean-Marie Straub |
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